Stephan berichtet über maßgeschneiderter E-Bike Touren, die undentdeckte Pazifikküste, eine Aktion anlässlich des World Earth Days (22. April) und was Kolumbien als Reiseland auszeichnet.
Lieber Stephan, Du warst an der diesjährigen ITB aus gutem Grund (Du bist Vater geworden) nicht zugegen. Wie viele weitere Kolleg*innen (neben Camila Gaviria und Lena Bartelt, die Dich hervorragend vertreten haben) unterstützen Dich aktuell im Team von Neptuno Travel Colombia und was zeichnet sie aus?
Es war ein etwas seltsames Gefühl, zum ersten Mal seit vielen Jahren nicht auf der ITB dabei zu sein – aber dafür gab es natürlich einen sehr schönen und wichtigen Grund. In unserer Incoming-Abteilung sind wir mittlerweile 19 Personen – ein bunt gemischtes Team mit verschiedenen Nationalitäten und Persönlichkeiten, in dem jede*r seine individuellen Stärken einbringt.
In unserer letzten Webinar Reihe bist Du auf Eure neuesten Produktentwicklungen eingegangen. Kannst Du uns Eure neue E-Bike Programme kurz vorstellen?
Wir können tolle maßgeschneiderte E-Bike Reisen im ganzen Land anbieten. Unser E-Bike-Ausflug nach Zipaquirá und Guatavita verbindet Bewegung und Kultur: Auf zwei Rädern geht’s zur Salzkathedrale von Zipaquirá und zur Lagune von Guatavita – zwei Highlights in der Umgebung von Bogotá, die wir mit einem aktiven Tag auf dem E-Bike perfekt kombinieren. Die E-Bikes können wir in verschiedenen Grössen (S,M,L) anbieten, sodass der Ausflug auch für Familien geeignet ist.
Außerdem widmet Ihr Euch verstärkt der ‚unendeckten Pazifikküste‘ Kolumbiens. Was bietet Ihr Reisenden in dieser Region an?
Die Pazifikküste Kolumbiens ist ein echter Geheimtipp – wild, abgelegen und absolut faszinierend. Hier trifft dichter Urwald auf den Ozean und die Biodiversität ist beeindruckend: Affen, Pfeilgiftfrösche, exotische Vögel – und zwischen Juli und Oktober kann man sogar Buckelwale beobachten. Anders als an der kolumbianischen Karibikküste findet man hier keine gut ausgestatteten Hotels an weißen Sandstränden. Doch besonders Naturliebhaber werden von der Pazifikküste, ihren kleinen Lodges und den weiten, menschenleeren Stränden begeistert sein. Die Lodges La Kuka oder El Almejal sind besonders schön!
Wo steht Ihr im Moment im Thema Nachhaltigkeit und wo wollt ihr in den nächsten Jahren hin?
Wir sind seit 2016 TourCert-zertifiziert und erfüllen selbstverständlich auch alle nationalen Anforderungen an Nachhaltigkeit für die Zulassung als Tourismusunternehmen. Lange Zeit hatten wir das Gefühl, im Bereich Nachhaltigkeit zwar stetig Fortschritte zu machen, häufig fehlten uns aber dennoch konkrete Maßnahmen unsere Reisen noch nachhaltiger zu gestalten.
Heute sind wir stolz darauf, dass wir mit aufwändigen Berechnungen den CO?-Fußabdruck unserer Kolumbienreisen erfassen konnten – und unseren Gästen so eine Alternative anbieten, ihre Reise CO?-neutral zu gestalten. Die Kompensation erfolgt über lokale Projekte mit anerkannten Standards, die zur Aufforstung, zum Schutz der Biodiversität oder zur nachhaltigen Landnutzung beitragen – direkt hier in dem Land, das unsere Gäste entdecken.
Bei unserer Aktion zum World Earth Day am 22. April werden wir aktiv: Wir übernehmen die CO?-Kompensation für alle neuen Buchungen, die im Zeitraum April bis Juni 2025 bei uns eingehen. Jeder Veranstalter und Gast kann sich natürlich in Zukunft gerne beteiligen, wir machen jetzt den Anfang.
Meine Mutter (erfahrene Lateinamerika Reisende) kam letzte Woche von einer 3-wöchigen Gruppenreisen nach Kolumbien zurück und sagte, sie bräuchte eine ganze Weile, um die vielen tollen Eindrücke zu verarbeiten. Was macht Kolumbien so abwechslungsreich und wie schafft Ihr Begegnungen mit Zeitzeugen oder Akteuren der historischen oder aktuellen Entwicklung in der Gesellschaft?
Das können wir gut nachvollziehen – Kolumbien hinterlässt bei vielen Reisenden einen bleibenden Eindruck. Es ist eben kein Land, das man ‚mal eben‘ konsumiert. Es ist intensiv, vielfältig, überraschend – manchmal auch widersprüchlich.
Was Kolumbien so abwechslungsreich macht, ist die unglaubliche Vielfalt auf kleinstem Raum: Von schneebedeckten Andengipfeln über tropische Regenwälder und Kaffeetäler bis hin zu Karibikstränden, Wüstenlandschaften und pulsierenden Metropolen. Dazu kommen kulturelle Kontraste, indigene Traditionen, koloniale Architektur, moderne Kunst und eine spürbare gesellschaftliche Dynamik.
Uns ist es besonders wichtig, Begegnungen zu schaffen, die über reines Sightseeing hinausgehen. Deshalb arbeiten wir eng mit lokalen Projekten, Initiativen und engagierten Einzelpersonen zusammen. Beispiele hierfür sind unsere Touren Frieden schaffen und Grenzen brechen in Bogotá, auf denen Reisende verschiedene Akteure der Zivilgesellschaft treffen und ihre Perspektiven auf den Friedensprozess sowie auf soziale Entwicklungen in Kolumbien kennenlernen können.
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